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v/a "platte" charhizma 2002


reviews:
berliner-zeitung
de-bug.de
spex



berliner-zeitung review:

popkameraden "jimmy draht", ein magazin aus berlin, verbindet comics und musik auf kreisrundem karton.

zur popmusik pflegen die comics seit jeher ein inniges liebesverhältnis. nicht nur haben sich popmusiker und comiczeichner immer wieder gegenseitig inspiriert. die schönsten schallplattencover, die es gibt, stammen von comiczeichnern: man denke an liberatores arbeiten für frank zappa oder an die cover-illustrationen von robert crumb, daniel clowes und joe sacco.

jetzt haben der berliner reprodukt verlag und das magazin jimmy draht zehn comic-zeichner eingeladen, ihre persönlichen visionen zum thema "comics und pop" aufzuzeichnen. gefragt waren dabei aber weder schallplattencover noch gewöhnlich erzählte bildergeschichten. jeder der zehn comics, die man nun im fertigen magazin "jimmy draht 6: platte" lesen kann, ist vielmehr im kreis erzählt, wie auf einer schallplatte. oder anders gesagt: die zehn geschichten werden auf handgesiebdruckten kartons präsentiert, deren form und gestalt den guten alten 12-zoll-vinylschallplatten nachempfunden ist. erstaunlich dabei, wie vielfältig und intelligent die zeichner mit diesem ungewohnten format verfahren: so erzählen sie etwa mit jahresringartigen parallelmontagen (wie batia kolton aus tel aviv) oder mit wiederholten, leicht variierten bildern wie in einem stroboskop (so gerda raidt aus leipzig).

auch das cover des buches ist eine platte - aber eine, die aus richtigem vinyl besteht; und wenn man eine plattennadel darauf hinunterlässt, hört man fünf gesampelte und gescratchte, gefrickelte und geritzte klangminiaturen des wiener elektronik-labels charizhma: unter anderen von dieb 13 aus wien und dem grandiosen japanischen komponisten otomo yoshihide.


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de-bug.de review:

Unfassbar aufwendiges Projekt auf Charhizma. Das ist nicht nur einfach eine Schallplatte, sondern ein echter Begleit-Tonträger zu einer Ausstellung, die noch bis Ende Mai im Berliner Neurotitan zu sehen ist. Eine einseitig bespielte Platte mit Tracks von Erikm, Otono Yoshihide, I-Sound, Martin HG und Dieb 13, die alle ihr Ding machen und von trippeligem Heurigen-Jazz über Hochfrequenzgewitter, subterranen O-Ton-Reportagen aus dem Fernseher an der Brooklyn Bridge über die fiepsige Stille schließlich im komplett runtergerechneten Chaos landen. Das alles ist schon mal sehr cool, wird aber noch besser durch das ganze Packaging. Musik ist hier nur Teil des Projekts. Künstler und Grafiker wie Jan Kruse (Morr Music), Jim Avignon, Oliver Grajewski etc. haben ihre eigene Vision zum Thema Schallplatte entwickelt und je eine 12″-Pappe frei gestaltet. All dies liegt nun diesem Monster-Paket bei. Wahnsinnig limitiert und ein essentielles Tool für jede Wand. Mit 50 Euro seit ihr dabei. Und unbedingt die Austellung anschauen!
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spex review:

Platte "Botschafter des verirrten Geschmacks"
Auch wenn der Zeitpfeil des Akustischen in Vinyl spiralisierbar und dann sogar scratchbar ist, bleibt er uneliminierbar. Ein Geräusch kann man nicht anhalten, ohne es auszuschalten. Ein Bild dagegen kann lange betrachtet werde. In Comics allerdings wird klassischerweise flott geblättert, sodass selbst isolierten Einzelbilder, die auf einen tatsächlichen oder imaginären strip verweisen, eine Schnelllebigkeit innewohnt - ein Vorbeirauschen, das an Sound erinnert. In derartige Beziehungen steigert sich "Platte", eine Gemeinschaftsveröffentlichung von Marion Gerts Magazin Jimmy Draht und Christoph Kurzmanns Label Charhizma. Neben einer bedruckten und einseitig abspielbaren Vinyl-Platte - mit Stücken von Otomo Yoshihide, I-Sound, Erik M, Martin Ng, Dieb 13 - enthält dieses aufwändige Albunm zehn Papp-LPs mit Siebdrucken nach Gestaltung von Jim Avignon, Markus Huber, CX Huth, Batia Kolton, Jan Kruse, Leo, Oliver Grajewski, Gerda Raidt, billy roisz und Sabine Timm. Oliver Grajewskis Platte ist übersät mit Dynamik: Ähnlich wie ein völlig unerwartetes Sample einen musikalischen Kontext aufmischt, reißt hier Mony Dick, unterstützt von Meerwasser, Bootsplanken und Teilchen der "Pequod"-Besatzung eine Berliner Stadtlandschaft (apropos "Platte") auf. DIe andere Beteiligten gliedern ihre Flächen in konzentrische Ringe, Kuchenstück, Peripherie/Zentrum, verwursten u.a. Love-Songs, DJ-tum und Superhelden, beschränken sich auf Emblematisches oder verteilen wenige abstrakte Krakelfiguren jazzig ungeordnet über Pappe. Und "platte Witze" loten, auch wenn es weh tut, semantische Horizonte aus: ein DJ spielt eine Wurstplatte. Im Haus Schwarzenberg in Berlin ausgestelltes zusaätziches Material beteiligter Künstler bewegte sich zwischen Nostalgie, muffiger Nischengemütlichkeit, Punk-Rotzigkeit und Untergangsstimmung. Grajewski bespielte ca. die Hälfte der gesamten Ausstellungsfläche. Ohne zu sehr aufs Thema einzugehen. Frischer Wind ist besser als Fetischismus.
TEXT:FRANK GEBER

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